Pfotenpflege beim Hund

Die Hundepfote

Bevor wir näher auf die Pfotenpflege unseres Hundes eingehen, möchten wir euch die Hundepfote etwas näher vorstellen. Die Hundepfote ist mit den Händen und Füßen von uns Menschen vergleichbar. Genau wie bei uns Menschen besteht die Pfote aus Handwurzel, Mittelhand und fünf Fingern. Die Pfotenballen bilden den größten Teil der Pfote und schützen z.B. vor Witterungseinflüssen oder Fremdkörpern.

In der sogenannten Ballenhaut finden wir u.a. die Schweißdrüsen und Rezeptoren für Temperaturen. Die Schweißdrüsen sind nicht nur für die Schweißbildung verantwortlich, sondern produzieren ein Sekret, welches die Bodenhaftung beim Hund verbessert. Der Unterschied zu uns Menschen besteht in der Fortbewegung. Während wir Menschen uns auf der Fußsohle fortbewegen, geht der Hund ausschließlich auf den Zehen.
Doch jetzt genug von der Hundepfote. Im Folgenden möchten wir euch über die Pfotenpflege informieren.

Warum ist eine Pfotenpflege notwendig?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir einen Blick in die Vergangenheit werfen. Früher, als unsere Vierbeiner noch in der freien Natur gelebt haben, wurde die Pflege von der Natur übernommen. Durch das viele Jagen und das Laufen auf verschiedenen Untergründen war ein Abrieb der Krallen gegeben und damit hat sich die Pfotenpflege erübrigt.

Heute sind Hunde die besten Freunde des Menschen und in vielen Haushalten zu finden. Sie leben nicht mehr in der freien Natur, sondern in Häusern und Wohnungen, in denen sie deutlich weniger Bewegung haben. Hinzu kommt, dass sie sich in der Regel auf weichen Untergründen fortbewegen. Die Krallen bekommen also nicht mehr die Pflege, die sie zwingend benötigen.

Wann müssen wir eine Pfotenpflege betreiben?

Unsere Vierbeiner können euch durch verschiedene Verhaltensweisen auf die Pfotenpflege aufmerksam machen. Oftmals beginnen sie, sich an den Pfoten zu lecken oder zu knabbern. Regelmäßiges Ausrutschen oder mangelnde Lust auf den täglichen Spaziergang können ebenfalls auf eine anstehende Pfotenpflege hinweisen. Zu lange Krallen könnt ihr auch daran erkennen, dass sie beim Laufen bereits den Boden berühren.
 

Warum ist die Pfotenpflege im Winter so wichtig?
Faktoren wie Schnee, Eis oder Streusalz können die Pfoten sehr stark beanspruchen. Die sehr empfindliche Haut leidet extrem unter diesen Umständen.
Hier ein paar Tipps:

  • Fettcreme vor dem Spaziergang (keine Feuchtigkeitscreme) auftragen
  • Hundeschuhe anziehen
  • Das Fell zwischen den Ballen und um die Pfote etwas kürzen
  • Die Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser abspülen

Gefahr bei ungepflegten Pfoten

Ungepflegte Pfoten können starke negative Auswirkungen haben, angefangen mit den zu langen Krallen, die unseren Liebling beim Spaziergang stören. Die Krallen werden beim Abrollen der Ballen in das Krallenbett geschoben, was zu starken Schmerzen führen kann.  Euer Hund wird versuchen, die Schmerzen durch eine seitliche Stellung zu umgehen. Leider können durch diese Fehlstellung z.B. Muskelverspannungen oder Gelenkschäden entstehen.  Zudem besteht die Gefahr, dass die Krallen brechen oder abreißen. Die vielen Haare zwischen den Ballen können verfilzen und sind ein Paradies für Milben und Zecken. Kommen wir abschließend noch auf die Gefahren im Winter zu sprechen.


Wenn sich bei eurem Hund Risse oder Schnitte gebildet haben, kann es für den Hund sehr schmerzhaft werden. Die Pfoten brennen und jucken, wenn sie durch die gestreuten Wege laufen. Unsere Vierbeiner fangen an, die offenen Stellen zu lecken oder daran zu knabbern. Dieser Vorgang kann zu Ekzemen und Entzündungen führen und auch dann nehmen die Hunde möglicherweise eine seitliche Schonhaltung ein, was auf Dauer zu einer Fehlstellung führen kann.