Hufpflege bei Pferden

Das Glück auf Erden, liegt auf dem Rücken von Pferden! Doch damit diese imposanten Tiere dieses Gewicht auch stemmen können, brauchen sie einen ordentlichen Stand. Hufpflege ist ein essentieller Teil jeder Pferdehaltung. Ganz einfach gestaltet sich dies aber nicht, weil es hier ebenso viel Meinungen wie Ansichten gibt. Ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Welchen Ansatz man aber auch verfolgt, wichtig ist, dass es getan wird! Hufkrankheiten können ihrem Ross nicht nur Schmerzen zufügen, im schlimmsten Fall führen sie auch bis zum Tod Ihres geliebten Wesens.

 

Die beste Vorsorge!

Die halbe Miete bei der Pflege von Pferdehufen ist eben so simpel wie ausschlaggebend. Bewegung. Ihre Reitgelegenheit ist ein wahres Kraftpaket und benötigt Auslauf, Auslauf und nochmal Auslauf. Die vier Hufe ihres Tieres sind maßgeblich an der Durchblutung der Beine und des gesamten Organismus beteiligt. Sie werden daher auch oft als die vier Herzen des Pferdes bezeichnet. Ein Huf ist nämlich keineswegs rein unbeweglich, sondern hat auch flexiblere Elemente, die bei Bewegung durch Stauchung und Entlastung pumpend wirken und den Blutkreislauf damit unterstützen. Ein gut durchbluteter Huf sorgt wiederum vielen Widrigkeiten vor! Die Bewegung als solches pflegt den Huf selbstverständlich auch auf komplett natürliche Art und Weise, da Ihr Pferd nicht zu lange auf zum Beispiel dreckigen oder gar modrigen Untergrund steht und sich Bakterien so nicht all zu schnell ansiedeln oder gar vermehren.

Sauberkeit geht vor!

Verhindern, dass Ihr Pferd in einer Stallung oder auf Paddocks auch einmal länger steht, kann man kaum. Die Hufe sollten deshalb sauberen Untergrund vorfinden. Urin und Kot greifen diese an und bilden einen natürlichen Nährboden für Pilze und Keime. Krankheiten, wie die Strahlfäule lassen sich aber allein schon vermeiden, wenn Sie das Paddock und die Weide regelmäßig abäppeln und die Box Ihres Schützlings sauber halten.

Kontrolle und Kratzen

Pferdehufe gehören am besten täglich kontrolliert und ausgekratzt. Hierfür gibt es spezielle Kratzer und Bürsten, mit denen Sie selbst Hand anlegen können. Kommt ihr Pferd jedoch frisch von der Weide, lassen Sie die Erde am besten dran. Diese schützt auf natürliche Art und Weise vor dreckigem Untergrund. Sie sollten sich zudem gut über den Aufbau des Hufes informieren, dies wird Ihnen helfen Krankheiten schnell zu erkennen und zu reagieren. Pferdehufe bestehen zwar größtenteils aus Horn und sind damit sozusagen das, was bei uns die Fingernägel sind, der Aufbau ist aber sehr viel komplexer. Von der Hufwand zur Hufsohle über den Strahl und Ballen bis hin zur Lederhaut darunter gibt es so einiges, dass Sie beachten können. Alle ein bis zwei Monate dürfen Sie die Hufe Ihres Pferdes zudem von einem Hufpfleger oder Schmied begutachten und pflegen lassen. Bemerken Sie modrig oder fauligen Geruch am Huf Ihres Pferdes, oder einen lahmen Gang, sollten Sie aber einen Tierarzt drüber schauen lassen und damit auch nicht zögern.

Sommer und Winter

Neben diversen bakteriellen Krankheiten, die einen ungepflegten Huf heimsuchen können, gibt es auch einfach Risse im Huf, die durch zu trockenes Horn entstehen. Diese werden einfach mit Klebeband versorgt oder geklammert, sofern sie nicht zu tief sind. Achten Sie also darauf, dass die Hufe Ihres Tieres im Sommer nicht zu trocken werden. Als Gegenmaßnahme können Sie diese wässern. Das dauert aber etwas. Während einer Massage oder der Hufpflege können Sie die restlichen Hufe aber derweil in Wasser stellen. Fette oder Öle können anschließend verhindern, dass die aufgesogene Feuchtigkeit zu schnell wieder entfleucht. Im Winter können Sie mit Fetten und Ölen das genaue Gegenteil bewirken und dafür sorgen, dass nicht zu viel Feuchtigkeit eindringt und zu Fäulniserkrankungen führt.

Fazit

Sie sehen also, Hufpflege ist ein Thema, bei dem man sehr weit vorne anfangen und sehr weit ausholen kann. Dabei ist das Beschlagen der Hufe hier noch gar nicht berücksichtigt. Sprechen Sie mit erfahrenen Pferdebesitzern und lernen Sie die Eigenheiten Ihres Pferdes am besten gut kennen, das hilft oft mehr als Massen an Text zu wälzen!