Lavendel – Duft des Südens

Wer an die Provence denkt, denkt vielleicht an leuchtende Lavendelfelder, die himmlisch duften. Mit dem echten Lavendel kannst du dir dieses Feeling im Kleinformat in deinen Garten holen. Was es über diesen Alleskönner zu wissen gibt, erfährst du hier.

Echter Lavendel ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lavendel innerhalb der Familie der Lippenblütler. Hauptsächlich wird echter Lavendel als Zierpflanze oder zur Duftstoffgewinnung verwendet. Er findet aber auch Anwendung als Heilpflanze.

Lavendel in der Naturheilkunde

Echter Lavendel wurde schon früh als Heilpflanze entdeckt. Er ist bekannt für seine entspannende und heilende Wirkung. Er gilt als natürliches Heilmittel gegen Stress und Unruhe. Er wird unter anderem bei innerer Unruhe oder Einschlafstörungen eingesetzt. Massagen mit Lavendelöl wirken entspannend auf die Muskulatur.

Gegen Motten

Lavendel hilft auch gegen Motten. Der Duft, den er verströmt, hält die lästigen Motten fern. Um Duftsäckchen für den Kleiderschrank zu basteln, solltest du den Lavendel kurz, bevor er voll aufgeblüht ist, ernten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Konzentration an ätherischen Ölen am höchsten. Du hängst den Lavendel kopfüber auf und lässt in gut trocknen. Wenn der Lavendel dann getrocknet ist, kannst du die Blüten abrebeln und in Leinen- oder Baumwollsäckchen füllen. Der Duft aus den Säckchen verteilt sich in deinem Kleiderschrank und hält die Motten fern.

Kulinarischer Einsatz von Lavendel

Echter Lavendel lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen. Er passt sowohl zu Süß- wie auch zu deftigen Speisen. Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, gilt hier: Probieren geht über Studieren. Dabei ist wichtig, den echten Lavendel zu verwenden. Sonst kann es dir z. B. beim Speiklavendel passieren, dass dein Gericht seifig schmeckt. Perfekt zum Herantasten an das Thema ist z. B. eine Lavendelbutter. Hierfür mischst du weiche Butter mit etwas Salz und den Blüten von Lavendel. Gerne kannst du auch noch eine Prise Thymian mit hinzugeben.

Pflege deines Lavendels

Damit du auch lange Freude an deinem Lavendel hast, solltest du ihn regelmäßig einmal im Jahr zurückschneiden. So treibt er an der Basis neu aus und bleibt buschig. Wichtig ist, dass du beim Zurückschneiden deines Lavendels nicht ins alte Holz schneidest. Es ist zwar empfehlenswert, dass du deinen Lavendel kräftig zurückschneidest, aber nicht zu radikal. Wenn du bis ins alte Holz zurückschneidest, kann es passieren, dass dein Lavendel keine neuen Triebe mehr ausbildet. Ein zu hoher Rückschnitt schadet dem Lavendel nicht, kann aber zu einer Verholzung und dadurch zu einer nicht ganz so ansehnlichen Pflanze führen.

Lavendel als Bienenweide

Echter Lavendel sieht nicht nur gut aus, sondern ist eine nützliche Bienenweide, um Bienen, Hummeln und Schmetterlinge in deinen Garten zu locken und ihnen als Nahrungsquelle zu dienen. Echter Lavendel schafft somit einen bienenfreundlichen Garten und Balkon und lockt auch zahlreiche weitere Nutzinsekten an, denn Echter Lavendel zählt zu den nektar- und pollenreichsten einheimischen Pflanzen.